"Nachtwanderung"
Hach ja. Wenn man so nachts durch Schlossparks wandert, da kann man schon zu wunderbaren Erkenntnissen gelangen, wenn man sich darauf einlässt. Man beobachtet sich. Wie man so auf alles andere reagiert. Da denkt man erst so ganz harmlos an nichts anderes und bewundert die schöne Landschaft und überlegt, was sie so schön macht. Und dann kommt man irgendwann bei sich an. Vielleicht. Man denkt über sich nach und warum man selbst so ist, wie man ist. Was man so falsch macht und warum. Und vielleicht fragt man sich dann auch, wieso das Leben so ist, wie es ist. Was man daran ändern sollte. Wie. Was man getan hat. Und besser machen kann. Was man dringend loswerden sollte. Wen man vergessen kann. Wen man nicht verlieren darf. Worum man sich dringend kümmern sollte. Was wirklich wichtig ist. Und manchmal endet es damit, dass man seine Taschentüchlein zückt und die anderen meidet um endlich mal nach so langer Zeit seine Ruhe zu finden und mit sich selbst klarzukommen. Ob das nun der gewünschte Effekt war, man weiß es nicht. Wohl eher nicht. Aber es war auch sehr hilfreich. Wunderbar. Danke.
